Change an und für sich Nachfolger gesucht
Jan 26

Wenn ich morgens aufstehe, bin ich mir regelmäßig sicher, dass es bessere Dinge zu tun gibt, als das was normalerweise wochentäglich so passiert. Zur Sicherung der Grundbedürfnisse (ob nun über die drei F’s oder anders definiert, spielt keine Rolle) geht daran jedoch kein (legaler) Weg vorbei.

Auf diese Basis der Grundbefriedigung stapeln sich dann die positiven Verstärker – „Ich sehe gut aus“ (Liegt die Aufmerksamkeit an der Ampel nun am mir oder am Auto…?), „Ich bin schlau“ (Ich habe zu allem eine Lösung, auch wenn sie mir manchmal nicht einfällt…) und „Ich bin wichtig“ (Wenn mir einer reinquatschen will, dann muss er sich erst einmal beweisen, ob er überhaupt das nötige Potential hat…).

Konnte ich mein Leben bislang auch in der Firma entsprechend ausleben, gibt es nun was ganz Neues – es heißt Change Prozess!

Nun bin ich nicht mehr so wichtig, ich muss alles mit so einem Prozessheini abstimmen, den ich nicht kenne und der vermutlich keine Ahnung hat. Auch das Schlau-Sein wird eingeschränkt. Ich muss VORAB begründen, warum meine Lösung die beste ist (Wer will das denn schon verstehen können…) – Kurzum: Ich habe Angst! Mein Leben ist nicht mehr das, was es mal war!

**************************

Heute ist einer vom Change Management auf einen Kaffee vorbeigekommen. Wir haben gesprochen und er hat mir zugehört, weil wir, wie er sagt, gemeinsam die Qualität der Dienstleistung sicherstellen (Technisch keine Ahnung, war ja klar, aber drumrum hatte der alles im Blick). Wir wollen uns jetzt regelmäßig treffen – ich soll sagen, was ich denke und in einem Beratungsgremium teilnehmen, heißt wohl CAB oder so.

Mit dieser Arbeitsteilung, wo er mir den Rücken freihält und ich arbeiten kann, kann ich gut leben (Das mit der Angst eben hatte ich auch nicht so gemeint…) – und besser aussehen tue ich auch noch!

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.