ERFAHRUNG
Nach alter Vordenker Sitte sollte auch dieser Blog Stream mit einem Wikipedia Auszug beginnen: Dort liest man zum Thema Change:
Unter Veränderungsmanagement (englisch change management) lassen sich alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weit reichende Veränderung - zur Umsetzung von neuen Strategien, Strukturen, Systemen, Prozessen oder Verhaltensweisen - in einer Organisation bewirken sollen.
Klingt gut – und alles positiv besetzt! Man fragt sich nur, warum der Change Prozess im Tagesgeschäft häufig so mühsam ist.
Man hört Aussagen wie: „Die Freigabe gebe ich mir selber, ich bin eh der mit dem größten Fach - Knowhow!“ (Richtig, blöderweise hast Du dann keinen mehr, hinter dem Du Dich verstecken kannst, wenn die krummen Finger beim Coden schneller waren, als Deine Fachkenntnisse)
Schön auch: „och nöö, das dauert immer so lange. Wenn ich’s eben selbst mache, dann sparen wir Zeit…“ (Schöner Ansatz, auch im Sinne des Kunden gedacht – aber kannst Du sicher sein, dass auch Dein Kollege weiß, was Du getan hast, insbesondere wenn es in die Hose geht?)
Meiner Erfahrung nach wird es diese Aussagen immer geben – sie haben aber weniger mit dem Prozess als solchem sondern vielmehr mit dem generellen Vorgehen zu tun, und das hat sich vom „IT Götter in Weiß“ – Ansatz zum (zugegeben noch nicht vollständig verinnerlichten) Dienstleistungsansatz schon sehr verändert.
Wenn ich denn verträumt und wehmütig an die alten Zeiten zurückdenke, dann fällt mir plötzlich auf, dass Aussagen wie „das ist jetzt irgendwie doof – wir können das System gar nicht zum laufen bringen, weil der Dings aus der anderen Abteilung im Urlaub ist… Macht aber nichts, ich habe meinen Teil getan!“ so gut wie gar nicht mehr zu hören sind – und das hat sehr wohl etwas mit den Prozessen zu tun!